Ressourcen sind knapp und wertvoll. Investment in erneuerbare Energien ist in mehrfacher Hinsicht lohnend.
Nicht der Verbrauch ist lukrativ, sondern die Frage der Nachhaltigkeit heute und morgen.

Günstiger Strom aus Solarkraft

Große und neue Solarkraftwerke erzeugen an günstigen Standorten so preiswert Strom wie keine andere Technologie. Aber auch die Onshore-Windkraft kann an günstigen Standorten mit Gestehungskosten von unter vier Cent pro Kilowattstunde mithalten. Sie hängen damit die Braunkohlekraftwerke weiter ab.

 - Neue Solarkraftwerke produzieren an guten Standorten ihren Strom so preiswert wie keine andere Technologie.

Mit Gestehungskosten von 3,17 Cent pro Kilowattstunde ist die Photovoltaik derzeit die preiswerteste Stromerzeugungstechnologie, dicht gefolgt von Windkraftwerken an Land, die Strom ab 3,99 Cent pro Kilowattstunde erzeugen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Fraunhofer Instituts für Solar Energiesysteme (ISE). Die Freiburger Wissenschaftler haben sich die aktuellen Trends in der Technologie- und Kostenentwicklung für sämtliche Erzeugungstechnologien angesehen und daraus die Kosten für die Stromerzeugung jeder einzelnen Technologie errechnet. Sie prognostizieren für die Photovoltaik, dass die Gestehungskosten aufgrund der kontinuierlichen Senkung der Preise für die Anlagen und deren Komponenten auf 2,41 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2030 zurückgehen.

Preis ist abhängig vom Standort der Anlage

Die Gestehungskosten für Solarstrom hängt dabei vor allem von der Einstrahlung und von der Anlagengröße ab. Für die Verhältnisse in Deutschland mit einer Einstrahlung zwischen 950 und 1.300 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr bringen es die großen Solarparks auf diese geringen Erzeugungskosten. Für Dachanlagen liegen dieser natürlich höher, da die Installation aufwändiger ist und die Anlagen kleiner sind. Dadurch können die Projektierer nicht die immensen Skalierungseffekte nutzen, wie das bei Solarparks der Fall ist. 

 - Die Kosten für den Solar- und Windstrom sind abhängig vom Standort, der Art und der Größe der Anlage.

Die Kosten für den Solar- und Windstrom sind abhängig vom Standort, der Art und der Größe der Anlage

Deshalb liegen die Gestehungskosten für Strom aus kleinen Dachanlagen derzeit zwischen 7,23 Cent pro Kilowattstunde im sonnigen Süden Deutschlands und maximal 11,54 Cent pro Kilowattstunde in nördlicheren Regionen. Doch auch dort sind durchaus 9,89 Cent pro Kilowattstunde zu erreichen. Das ist abhängig von der Höhe der Investitionen, die die Forscher zwischen 1.200 und 1.400 Euro pro Kilowatt installierter Leistung angesetzt haben.

Große Dachanlagen sind wirtschaftlich

Für große Dachanlagen mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt zahlen die Kunden noch weniger. Wobei dies derzeit nur eine theoretische Größe sein kann, weil Dachanlagen mit einer solchen Leistung derzeit nicht gebaut werden. Denn diese müssten ihre Einspeisevergütung in Ausschreibungen gegen die noch preiswerteren Freiflächenanlagen erkämpfen. Sollte sich dennoch ein Unternehmen dazu entschließen, eine solche Anlage zu bauen, würde diese zwischen 800 und 1.000 Euro pro Kilowatt installierter Leistung kosten und den Strom je nach Standort für Preise zwischen 4,95 und maximal 8,46 Cent pro Kilowattstunde erzeugen.

 - Auch der Strom aus neuen gewerblichen Dachanlagen ist wirtschaftlich, wenn möglichst ein hoher Anteil selbst verbraucht wird.

Das ist vor allem für energieintensive Unternehmen denkbar, die den Solarstrom komplett selbst verbrauchen, wobei dann immer noch eine Eigenverbrauchsumlage in Höhe von 40 Prozent der aktuellen EEG-Umlage dazu gerechnet werden muss. Die Preise für Solarparks liegen derzeit zwischen 600 und 800 Euro pro Kilowatt installierter Leistung. Mit solchen Preisen können die Dachanlagen kaum mithalten.

Quelle: www.erneuerbare-Energien.de